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Neues aus der Welt der Wissenschaft |
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Microsoft-Patent: Menschliche Haut als Datenüberträger |
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| | Die IT-Firma Microsoft hat ein Patent angemeldet, das die menschliche Haut als Medium zur Datenübertragung nutzt. Damit könnten elektronische Geräte - wie etwa Mobiltelephon, Pager oder MP3-Player - künftig durch den Körper vernetzt und steuerbar werden. Als Bedienungskonsole könnte dann zum Beispiel der eigene Unterarm dienen. |
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Der Clou des Patents: Während Daten in individuellen Netzwerken bisher mittels Radio- oder Infrarotsignale übertragen wurden, will man nun die Leiteigenschaften der Haut ausnützen. Damit würde der menschliche Körper eine ähnliche Rolle übernehmen, wie sie in Computern der Gegenwart der so genannte Bus einnimmt.
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Netzwerke: Datenübertragung mit Nachteilen |
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Wenn Technikfreaks ihre elektronischen Geräte zu einem Netzwerk verbinden, spricht man von einem so genannten "personal area network" (PAN).
Bisher wurde die Daten in PANs per Infrarot- oder Radiosignalen ausgetauscht. Das nun von Microsoft angemeldete Patent soll einige Nachteile der bisherigen Netzwerkstrategien überwinden. So soll etwa das Problem der Interferenz von Wellen ähnlicher Frequenz überwunden werden.
Infrarotsignale haben zudem den Nachteil, dass - wie jeder aus eigener Erfahrung bei TV-Fernbedienungen weiß - das Signal durch räumliche Hindernisse blockiert werden kann.
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Daten gehen durch die Haut |
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Geht es nach den Vorstellungen von Microsoft, soll sich das in Zukunft ändern. Die Grundidee des Patents: Die menschliche Haut soll als Leitmedium für Energie und Daten herhalten.
Damit könnte in Hinkunft Mobiltelefon, Organizer und MP3-Player etwa mittels einer auf dem Unterarm platzierten Tastatur gesteuert werden. Das Prinzip bezieht sich indes nicht nur auf Homo sapiens: Es sei auf eine "große Bandbreite von Tieren" anwendbar, heißt es in der Patentschrift.
Technisch gesprochen käme dann dem Körper eine ähnliche Rolle zu, die in Computern der so genannte Bus übernimmt.
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Körper sorgt auch für die nötige Energie |
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Auch über die notwendige Energieversorgung des Netzwerks hat sich der US-amerikanische IT-Riese Gedaken gemacht. Das Prinzip ist im Wesentlichen dasselbe, wie es schon früher bei Armbanduhren zur Anwendung kam.
Ein "kinetic power converter" - also eine technische Vorrichtung, die Bewegung in elektrisch nutzbare Energie überträgt - könnte etwa in den Schuh des Konsumenten integriert werden - und auf diese Weise die Geräte mit "Saft" versorgen. Als Leiter fungiert nach den Vorstellungen von Microsoft wiederum die menschliche Haut.
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Erfindung stammt von anderen Wie die Zeitung "The Economist" betont, sei Microsoft aber keineswegs der Pionier auf diesem Gebiet. Bereits im Jahr 1996 habe das MIT gemeinsam mit der Firma IBM den Prototypen "PAN" entwickelt, mit dem Menschen ihre elektronischen Vistitenkarten per Händedruck austauschen konnten. |
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The skinny on IT (The Economist) |
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Androide Zukunft? |
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Die von Microsoft patentierte "near field intrabody communication" könnte also nicht nur die Funktionsweise elektronischer Geräte, sondern vor allem den Lebensalltag des Menschen revolutionieren. Ob das technisch Machbare auch bei den Konsumenten auf Begeisterung stößt, ist indes eine ganz andere Frage.
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